Ich beobachte, sowohl als Bürger als auch als Journalist, mit großer Besorgnis, wie rechte bis rechtsextreme Gruppierungen wie PEGIDA und die Afd immer mehr Raum in der Gesellschaft einnehmen und sich immer mehr Menschen verführen lassen, kantige Sprüche der komplexen Wirklichkeit vorzuziehen. Deswegen habe ich mich, wie ich in diesem Eintrag schon schrieb, dafür entschieden, diese Entwicklung aus meinem Fachbereich heraus, der Medien-, Kommunikations und Webwissenschaft, im Rahmen meiner Bachelorarbeit näher zu untersuchen. Der erste Arbeitstitel lautet wie folgt:

Das Web als Katalysator rechter Narrative
Wirkungsweise und mögliche Gegenstrategien

In der Arbeit möchte ich analysieren, wie die Kommunikation der rechten Gruppen, die zweifelsohne sehr erfolgreich ist, funktioniert, insbesondere möchte ich dabei die Kommunikation im Web untersuchen. Anschließend werde ich versuchen, bestehende Gegenstrategien zu beschreiben und zu bewerten sowie gegebenenfalls eigene Vorschläge machen. Ein großes Ziel, aber wie oft schreibt man schon eine Bachelorarbeit.

Hochrelevantes Thema

Also schrieb ich meine Gedanken in einem Exposé zusammen und habe es schwupps an die Professorin geschickt, die ich mir als Erstbetreuerin wünschen würde. Die Antwort kam schnell, das Thema sei hochrelevant, insbesondere die Bedeutung des Webs sei dabei hochinteressant. Zwei inhaltliche Hinweise schlossen sich an:

  1. Es wäre zielführend, das aus der Medienwirkungsforschung bekannte Phänomen des Framings mit einzubeziehen.
  2. Bei der Erforschung von Narrativen sind die Methoden der Medien- und Diskursanalyse wichtig.

Beides werde ich mir genau ansehen. Das Framing, ein nicht wirklich einheitlicher Begriff, besagt, dass man eine Nachricht so interpretiert, dass sie in das eigene Denken passt, ist auf jeden Fall passend zu meiner Vorstellung von der Arbeit

Als nächsten Schritt werde ich mir einige aktuelle Beispiele heraussuchen und die herausfiltern, die sich gut für die Betrachtung in der Arbeit eignen. Daran kann ich dann schon abschätzen, welche Phänomene ich genauer betrachten möchte und kann ein Gefühl dafür entwickeln, in welche Richtung sich die Arbeit entwickeln soll.